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Borkenkäfer

Buchdrucker
Buchdrucker
In den Nadelwäldern im Ostalbkreis kommt es vor allem in warmen und trockenen Jahren immer wieder zu Schäden durch Borkenkäfer.

Hier haben wir Ihnen grundsätzliche und aktuelle Informationen zum Thema zusammengestellt.







Entscheidend für das Aufkommen der Borkenkäfer-Arten Buchdrucker und Kupferstecher im Jahresverlauf eine konsequente Eindämmung im Frühjahr.
Bis spätestens Anfang April sollten Waldbesitzer noch stehende Überwinterungsbäume mit Borkenkäfern fällen und abtransportieren.
Bei etwa 16° C beginnt der Frühjahrsflug der Käfer. Waldbesitzer sollten ihre Wälder dann im Auge behalten und regelmäßig auf Befall kontrollieren.

Anzeichen eines Befalls sind:
  • Braunes Bohrmehl auf der Rinde, unter Rindenschuppen, auf Spinnweben, am Stammfuß und auf der Bodenvegetation
  • Harztröpfchen und Harzfluss am Stamm, vor allem am Kronenansatz
  • Offenliegendes helles Splintholz durch Spechtabschläge
  • Verblassend fahl-grün werdende bis vergilbende Nadeln
  • Rötung der Krone
  • Abfallende grüne oder rote Nadeln
  • Charakteristische Fraßbilder der Käfer unter der Rinde

Im Borkenkäferportal sind Karten mit Informationen zur Borkenkäferentwicklung zu finden.

Vor allem die Borkenkäfer-Arten Buchdrucker und Kupferstecher befallen die Fichtenbestände unserer Region. In den letzten Jahren treten auch vermehrt Schäden durch Tannenborkenkäfer auf.

Um einer Massenvermehrung dieser Schädlinge vorzubeugen, ist es wichtig, die befallenen Bäume möglichst frühzeitig zu erkennen. Wegen der kurzen Entwicklungszeit der Borkenkäfer sind dabei häufige Kontrollen nach Beginn des Schwärmflugs und rasches Handeln erforderlich.

Der Beginn des Schwärmfluges hängt von den Temperaturen ab und variiert von Jahr zu Jahr zwischen Anfang Mai und Anfang Juni. Dann heißt es für alle Waldbesitzenden "Auf zur Bohrmehlsuche!".

Zur Feststellung des entsprechenden Zeitpunktes stellt die Forstliche Versuchsanstalt Baden-Württemberg die Ergebnisse des Borkenkäfer-Monitorings bereit. Aus dem Ostalbkreis sind die Reviere Wental, Ellwanger Berge und Kapfenburg beteiligt.

Es gelingt nicht immer, alle befallen Bäume rechtzeitig einzuschlagen und aus dem Wald zu bekommen. Die "übrig gebliebenen" Borkenkäfer der Arten Buchdrucker und Kupferstecher überwintern zu einem guten Teil unter der Rinde stehender Bäume. Im Herbst und Winter ist es daher wichtig, diese befallenen Bäum zu finden und vor dem Frühjahr einzuschlagen. Nur so kann verhindert werden, dass sich die Borkenkäfer im darauffolgenden Frühjahr weiter ausbreiten können.