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Zyprische EU-Ratspräsidentschaft

Zypern übernimmt vom 1. Januar bis 30. Juni 2026 den Vorsitz im Rat der Europäischen Union. Das Land löst damit turnusgemäß Dänemark ab. Die Ratspräsidentschaft wechselt alle sechs Monate zwischen den EU-Mitgliedstaaten.

Ihre Aufgabe ist es, Tagungen zu leiten und für Kontinuität der Arbeit im Rat zu sorgen. Dabei nimmt das vorsitzende Land eine neutrale Rolle ein und soll die eigenen Interessen zurückhaltend behandeln. Dennoch verfasst jede Ratspräsidentschaft ein eigenes Programm mit Prioritäten für den Zeitraum. Für ihre sechsmonatige Amtszeit hat die zyprische Ratspräsidentschaft das Motto "Eine autonome Union. Offen für die Welt" gewählt.

Für die Arbeit während seines Vorsitzes werden folgende Themenbereiche im Mittelpunkt stehen:

Sicherheit, Verteidigung und Krisenmanagement:
Stärkung der europäischen Verteidigungsfähigkeit und Förderung einer "Europäischen Verteidigungsunion“,
Fokus auf Cybersicherheit und Weltraum, Verbesserung der Krisenvorsorge.

Wettbewerbsfähigkeit und Binnenmarkt:
Stärkung der strategischen Autonomie und der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie,
Vereinfachung digitaler Gesetzgebung (Digitalisierung/KI), Vertiefung der Kapitalmärkte und Förderung produktiver Investitionen.

Grüner Wandel und Energie:
Förderung sauberer Technologien und Energienetze, Fokus auf Wassersicherheit und Klimaanpassung,
Umsetzung des Europäischen Grünen Deals.

Außenbeziehungen und Geopolitik:
Unterstützung der Ukraine, Verstärktes Engagement im östlichen Mittelmeerraum und in der Golfregion,
Handelspolitik und Erweiterung der EU.

Soziale Kohäsion und Werte:
Fokus auf Rechtsstaatlichkeit und demokratische Resilienz, Bezahlbarer Wohnraum und Bekämpfung von Armut,
Implementierung der Europäischen Säule sozialer Rechte.