Verkehrswende auf der Rems-, Murr- und Oberen Jagstbahn
In der Sitzung der Interessengemeinschaft ist Landrat Gerhard Bauer, Landkreis Schwäbisch Hall, als Nachfolger von Klaus Pavel zum neuen Sprecher gewählt worden. Er zeigte sich erfreut, dass das nun vorliegende Gutachten bekräftigt, dass ein stabiler und vertakteter Fernverkehr auf der Murrbahn wirtschaftlich und durch Ausbaumaßnahmen optimiert betrieben werden kann. Die Strecke über Backnang und Schwäbisch Hall-Hessental wurde im Bundesverkehrswegeplan bereits in den vordringlichen Bedarf aufgenommen und er geht davon aus, dass das Ergebnis der Studie in den Deutschlandtakt integriert wird. Die herausgearbeiteten Maßnahmen müssen so schnell wie möglich umgesetzt werden, damit die Bürgerinnen und Bürger ein besseres Angebot in der Region wahrnehmen können. Die Angebotsverbesserung ist auch ein wichtiger Baustein der Verkehrswende, so Landrat Bauer.
Als stellvertretenden Sprecher wählte die Interessengemeinschaft einstimmig den Landrat des Ostalbkreises, Dr. Joachim Bläse, der seinerseits bekräftigte, dass es das gemeinsame Ziel sei, die Fernverkehrsverbindung im stündlichen Wechsel auf der Murrbahn und der Remsbahn/Oberen Jagstbahn anzubieten. Die Perspektiven für eine zeitnahe Detailplanung und Umsetzung seien vorzüglich und bieten die Voraussetzung, hohe Fahrgastzahlen bei umsteigefreien Verbindungen und besten Anschlüssen in Stuttgart und Nürnberg zu erreichen. Weiter führte Dr. Bläse aus, dass der Ausbau der Strecke über Schwäbisch Gmünd, Aalen und Ellwangen im Gutachtervorschlag Deutschlandtakt enthalten ist, und es Zeit sei, der langjährigen Diskussion und Vorüberlegungen nun Taten folgen zu lassen.
Landrat a.D. Klaus Pavel, der scheidende Sprecher der IG Schienenkorridor Stuttgart – Nürnberg bekräftigte die Forderung der IG, den Ausbau der Schienenverbindungen zwischen Stuttgart und Nürnberg im stündlichen Wechsel auf der Murrbahn und der Remsbahn/Oberen Jagstbahn sicherzustellen und die Infrastruktur entsprechend zu ertüchtigen. Nur so könne die politisch beschlossene Verkehrswende durch den Strukturwandel in Gang gesetzt werden und einen positiven Rückhall bei den in der Region lebenden Menschen erzeugen.
Partner der Interessengemeinschaft
Städte: Stuttgart, Schorndorf, Schwäbisch Gmünd, Aalen, Ellwangen, Backnang, Schwäbisch Hall, Crailsheim, Ansbach, Nürnberg
Landkreise: Rems-Murr-Kreis, Ostalbkreis, Kreis Schwäbisch Hall, Kreis Ansbach
Regionen: Verband Region Stuttgart, Regionalverband Ostwürttemberg, Regionalverband Heilbronn- Franken, Metropolregion Nürnberg
IHKs: IHK Stuttgart, IHK Ostwürttemberg, IHK Heilbronn-Franken, IHK Nürnberg für Mittelfranken
(Pressemitteilung der IG Schienenkorridor Stuttgart-Nürnberg vom 28.10.2021)