Archiv - Veranstaltungen 2026 EUROPoint Ostalb
Hier finden Sie Informationen zu Veranstaltungen im Jahr 2026 des EUROPoint Ostalb:
15.01.2026: 1 Jahr Donald Trump - Wie hat sich die EU verändert? Europoint Ostalb diskutiert über transatlantische Beziehungen an der Hochschule Aalen
Welche Auswirkungen hat die Präsidentschaft Donald Trumps auf Europa und die Europäische Union? Mit dieser hochaktuellen Fragestellung beschäftigte sich eine Veranstaltung des Europoint Ostalb an der Hochschule Aalen, die in Kooperation mit der Hochschule Aalen, der Katholischen Erwachsenenbildung sowie dem Staatsministerium Baden-Württemberg durchgeführt wurde. Rund 180 interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten der Einladung und sorgten für einen gut besuchten und lebendigen Diskussionsabend.
Als Referent analysierte Arthur Landwehr, langjähriger USA-Korrespondent, Journalist und Autor sowie ehemaliger Chefredakteur des SWR Hörfunks, die Veränderungen der transatlantischen Beziehungen seit dem Amtsantritt Donald Trumps.
Nach Landwehrs Einschätzung sei Donald Trump faktisch aus der westlichen Wertegemeinschaft ausgetreten. Aus Trumps Sicht sei die bürgerschaftliche, postliberale Demokratie an ihre Grenzen gekommen. Während die Europäische Union auf komplexen Aushandlungsprozessen und dem Prinzip beruhe, möglichst alle mitzunehmen, agiere Trump schnell, unilateral und interessengeleitet. So habe er mit einer einzigen Unterschrift den Austritt der USA aus rund 60 multilateralen Organisationen vollzogen. Die EU hingegen argumentiere weiterhin mit einer regelbasierten Ordnung - stoße jedoch an ihre Grenzen, wenn zentrale Akteure nicht mehr bereit seien, nach diesen Regeln zu spielen.
Besonders deutlich wurde der Gegensatz zwischen einer regelorientierten europäischen Politik und einer amerikanischen Interessenpolitik. Landwehr machte darauf aufmerksam, dass die EU in einer Geschwindigkeit getrieben werde, mit der ihre Institutionen kaum Schritt halten könnten. Die Schwerfälligkeit europäischer Entscheidungsprozesse vermittle dabei zunehmend den Eindruck politischer Dysfunktionalität, während Trump Probleme unmittelbar angehe – unabhängig von langfristigen Konsequenzen.
Auch die nationale Sicherheitsstrategie der USA wurde thematisiert. Diese sei in Europa vielfach als Angriff auf die EU verstanden worden. Bei genauerer Betrachtung gehe es jedoch vielmehr um die Wahrnehmung der USA, dass sich Europa von ihnen entferne. Dahinter stünden Fragen der eigenen Identität, des Führungsanspruchs sowie der Wunsch nach einer stärkeren christlichen Prägung der Gesellschaft. Aus amerikanischer Sicht teile das transatlantische Bündnis nicht länger dieselben Werte. Landwehr zitierte Barack Obama, der diagnostizierte, dass Trump weniger Ursache als vielmehr Symptom tieferliegender gesellschaftlicher Probleme sei. Trump reagiere auf reale Ängste in der amerikanischen Bevölkerung - eine Entwicklung, die auch Europa betreffe. Der wachsende Rechtspopulismus stelle eine zentrale Herausforderung für die Europäische Union dar.
Abschließend formulierte Landwehr eine klare Aufgabe für Europa: Die EU müsse sich stärker einigen, ein wirtschaftliches Gegengewicht schaffen und gleichzeitig an den Grundwerten einer freien, rechtsbasierten Gesellschaft festhalten. Zugleich gelte es, den Menschen Heimat, Orientierung und Sicherheit zu geben.
Die anschließende Diskussion mit dem Publikum zeigte das große Interesse an der Thematik und machte deutlich, wie relevant die Zukunft der transatlantischen Beziehungen für Europa bleibt. Die Veranstaltung des Europoint Ostalb bot den Teilnehmenden fundierte Einblicke und wichtige Denkanstöße zur Rolle Europas in einer sich wandelnden Weltordnung.
20.01.2026: Neujahrsimpuls für Europa - Bundespräsident a. D. Christian Wulff wirbt im Landratsamt Ostalbkreis für Verantwortung, Empathie und ein starkes Europa
Mit einem eindringlichen Plädoyer für demokratische Verantwortung, europäische Geschlossenheit und gesellschaftliche Empathie hat der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff beim "Neujahrsimpuls für Europa" im Landratsamt Ostalbkreis zentrale Herausforderungen unserer Zeit benannt. Zu der gemeinsamen Veranstaltung des EUROPoint Ostalb und der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP), Sektion Ostwürttemberg, waren zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung, Zivilgesellschaft und Bürgerschaft gekommen.
Musikalisch umrahmt wurde der Abend vom Kammerensemble des Heeresmusikkorps Ulm. Landrat Dr. Joachim Bläse sowie Gerhard Ziegelbauer (GSP Ostwürttemberg) begrüßten die Anwesenden und betonten die Bedeutung des offenen Dialogs über Demokratie und europäische Werte - gerade auf kommunaler Ebene.
In seinem Vortrag stellte Christian Wulff die Frage nach der Resilienz der Demokratie in einen historischen wie aktuellen Kontext. Demokratie und wirtschaftliche Stabilität gehörten untrennbar zusammen, betonte Wulff, berechtigte Sorgen müssten ernst genommen werden – ohne dabei stets das Trennende und Problematische in den Vordergrund zu stellen. Nicht das Klagen solle unsere Mentalität prägen, sondern die Lust auf Zukunft und gemeinsames Gelingen, so Wulff.
Trotz aller Herausforderungen zeigte sich Wulff überzeugt von Europas Zukunftsfähigkeit. Europa verfüge über ein starkes Gesundheitssystem, hohe Bildungsstandards, soziale Sicherung, Innovationskraft und wirtschaftliche Stärke. Mit weniger Bürokratie, mehr Kooperation und einer Vertiefung der europäischen Einigung – etwa durch eine Kapitalmarkt- und Sicherheitsunion – könne Europa seine Potenziale besser entfalten. "MEGA - Make Europe great again", so Wulff, bedeute nicht Rückschritt in Nationalismus, sondern den Mut, gemeinsame Werte und Innovationen aktiv zu gestalten.
Abschließend warf Christian Wulff eine grundlegende Frage zur Zukunft der Europäischen Union auf: Entsteht ein starkes Europa nur aus Trümmern und existenziellen Krisen - oder gelingt europäische Einigung auch heute, in vergleichsweise guten Zeiten? Ein starkes Europa brauche den bewussten Willen zur Kooperation, bevor Krisen den Handlungsrahmen diktieren. Demokratie und europäische Einigung müssten aktiv gestaltet werden - nicht aus der Not heraus, sondern aus Überzeugung.
Im Vorfeld trug sich Christian Wulff in das Goldene Buch des Ostalbkreises ein.
07.02.2026: Ausbildungs- und Studienmesse Aalen
Am Stand des EUROPoint Ostalb konnten sich die Besucherinnen und Besucher über verschiedene Möglichkeiten eines Auslandsaufenthalt während Schul- und Ausbildungszeit, beispielsweise über Erasmus+, informieren.
10.03.2026: Teilnahme am Fachtag "Bildung für nachhaltige Entwicklung" (BNE) am Beruflichen Schulzentrum in Ellwangen
Wie sieht ein nachhaltiger Alltag aus und welche Rolle spielen technische Innovationen dabei? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Marktplatzes für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), der am 10. März 2026 an der glp und techma Ellwangen stattfand und vom Bildungsbüro Ostalb organisiert wurde. Die interaktive Veranstaltung bot Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit, Nachhaltigkeit praxisnah zu erleben und das eigene Handeln zu reflektieren.
In verschiedenen Workshops und Mitmachaktionen setzten sich die Jugendlichen intensiv mit globalen Herausforderungen auseinander. Das Themenspektrum reichte von Recycling und dem Umgang mit Kunststoffen über Klima und Energie bis hin zu Resilienz sowie Europa und Politik. Die Maßnahme ermutigte die Teilnehmenden, über ihre alltäglichen Entscheidungen und deren Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft nachzudenken, während sie gleichzeitig Einblicke in technische Innovationen mit positivem Einfluss auf nachhaltige Entwicklungen erhielten. Der EUROPoint Ostalb beteiligte sich mit dem Workshop "Wie Europa Gesetze macht - EU-Politik zum Mitspielen".
21.04.2026: Kampagne #LassReden
Die EU-Kampagne #LassReden machte am 21. April 2026 Station auf dem Campus der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd. Im Mittelpunkt stand dabei der direkte Austausch: Was bewegt die junge Generation? Was gibt Hoffnung, was nervt, was muss sich ändern? Themen wie Klimawandel, steigende Lebenshaltungskosten, KI oder Migration standen offen zur Diskussion.
Am Rednerpult von #LassReden konnten junge Menschen direkt und ungefiltert genau das sagen, was sie denken: ihre Hoffnungen und Ambitionen, ihre Sorgen, ihre Kritik. Alle Beiträge wurden ausgewertet und die Ergebnisse transparent zurückgemeldet. Besonders aussagekräftige Meinungen werden auf Plakatwänden in ganz Deutschland sichtbar gemacht. Im Sommer 2026 zeigte die EU, wie sie die angesprochenen Themen unterstützt und wie der Dialog mit jungen Menschen weitergeführt wird. #LassReden ist dabei der Start eines fortlaufenden Gesprächs mit jungen Europäerinnen und Europäern.
28.04.2026: Europa lebt durch uns - Verantwortung für Demokratie heute und morgen
Impulsvortrag von Rainer Wieland, Vorsitzender des Verbands Region Stuttgart und Vizepräsident des Europäischen Parlaments a. D.
Der EUROPoint Ostalb lud am Dienstag, 28. April 2026 zu einem Vortrag an die Pädagogische Hochschule ein. Eine Teilnahme war in Präsenz oder online möglich.
Rainer Wieland, ehemaliger Vizepräsident des Europäischen Parlaments, kennt als langjähriger Europaabgeordneter die politischen Entscheidungsprozesse in Brüssel und Straßburg aus nächster Nähe und brachte wertvolle Einblicke in die aktuellen Herausforderungen und Chancen der Europäischen Union mit.
Er ging Fragen nach, wie die Europäische Union ihre demokratischen Grundwerte in Zeiten wachsenden Populismus und zunehmenden Autoritarismus verteidigen kann, wie es gelingt,
Engagement und Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in Politik und Demokratie nachhaltig zu stärken und welche Verantwortung jede und jeder Einzelne für die Zukunft Europas trägt.
Die Veranstaltung fand in Kooperation mit der Seniorenhochschule an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd und der Hochschule Aalen statt.
30.04.2026: Exkursion zur KI-Fabrik HammerHAI zeigt Wege für den industriellen Mittelstand
Wie können kleine und mittlere Unternehmen KI-gestützte Technologien im industriellen Umfeld strategisch einordnen und gewinnbringend nutzen? Antworten auf diese Frage lieferte eine kostenfreie Exkursion am 30. April 2026 nach Stuttgart.
Am Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart (HLRS) kamen rund 30 Unternehmensverantwortliche sowie Führungs- und Fachkräfte aus Wirtschaft und Politik der Region Ostwürttemberg zusammen, um einen Blick hinter die Kulissen von "HammerHAI" zu werfen – Deutschlands neuer KI-Plattform für Fertigung, Ingenieurwesen und Forschung.
Nach der Begrüßung durch Dennis Hoppe, Abteilungsleiter Converged Computing, stellten Sandra Rohner und Thomas Usländer die KI-Allianz Baden-Württemberg und das Projekt Datenplattform vor. Dabei wurde die strategische Bedeutung interoperabler Dateninfrastrukturen für Automotive, Maschinenbau und Zulieferindustrie betont - insbesondere in Zeiten des strukturellen Wandels.
Anhand von Workshops und einer Führung durch das Höchstleistungsrechenzentrum und das Visualisierungslabor "CAVE“ wurde deutlich, dass Supercomputing bereits heute für industrielle Anwendungen eingesetzt wird. In der "CAVE“ konnten die Teilnehmenden Produktionsprozesse, digitale Zwillinge und Strömungsberechnungen in immersiven 3D-Umgebungen erleben.
Der erste Schritt zur KI-Nutzung beginnt mit einer strukturierten Inventur der eigenen Daten. Erfolgreiche KI-Einführung ist dabei nicht nur eine technische, sondern vor allem eine Frage des Changemanagements. Mitarbeitende benötigen Freiräume, konkrete Anwendungsbeispiele und eine Führungskultur, die den Wandel aktiv begleitet.
Beim abschließenden Ideenaustausch entstanden zahlreiche Gespräche zwischen Unternehmen, Forschenden und Partnern. Die Veranstaltung zeigte, dass Transformation im persönlichen Dialog beginnt. Ermöglicht wurde sie durch die starke Kooperation des Transformationsnetzwerks Ostwürttemberg, digiZ, Europe Direct Ostalb, der KI-Allianz Baden-Württemberg und des Stuttgarter Transformationsnetzwerks CARS 2.0 haben.
07.05.2026: Unsere Pflege ist eure Arbeit - Forum zum Tag der Pflege
Pflege ist sowohl ein individuelles als auch ein sozialpolitisches Thema, das uns alle betrifft - früher oder später. Die Veranstaltung, eine Kooperation mit der Kontaktstelle Frau und Beruf Ostalbkreis, der Stabsstelle Chancengleichheit und Abteilung Senioren der Stadt Schwäbisch Gmünd und dem EUROPoint Ostalb, warf einen Blick vom steigenden Bedarf, dem Fachkräftemangel, der Pflegeausbildung und den Chancen des Pflegeberufs, der Bezahlung von Pflegekräften über die häusliche Pflege der eigenen Angehörigen und der Pflege im Quartier bis hin zur Vermittlung europäischer Arbeitskräfte und den Herausforderungen und Bedingungen von (Fach)Kräften aus dem Ausland.
Die Veranstaltung beinhaltete zwei Kurzvorträge, einen moderierten Rundgang durch den Markt der Fachorganisationen und Anlaufstellen sowie die Möglichkeit, Fragen an die anwesenden Expertinnen und Experten zu stellen. Die Plakatausstellung "Pflege international – Pflege ist bunt“ des Ostalbkreis-Bündnisses und der Pflegekampagne des Ostalbkreises gab dem Forum den passenden Rahmen.
09.05.2026: Feier des Europatags auf der Landesgartenschau Ellwangen
Der Europatag der Europäischen Union wurde auf dem Landesgartenschaugelände in Ellwangen begangen. Im Pavillon des Landratsamts Ostalbkreis vermittelte der EUROPoint Ostalb Einblicke in die Arbeit der EU. Mit dem Aktionstag wollte der EUROPoint über die europäischen Institutionen und ihre Werte informieren. Besucherinnen und Besucher hatten die Möglichkeit zum Austausch und Mitmachen bei interaktiven Angeboten. Bei einer Meinungsumfrage wurden Preise verlost. Außerdem wurde die neue Broschüre "Zukunft mit Europa - EU-geförderte Erfolgsgeschichten im Ostalbkreis" von Landrat Dr. Joachim Bläse präsentiert. In dieser Publikation werden zahlreiche Projekte, Einrichtungen und Aktionen im Kreis vorgestellt, von denen viele mit Fördermitteln und Initiativen der Europäischen Union realisiert werden konnten.
20.05.2026: Preisverleihung Europäischer Wettbewerb
Unter dem Motto "Kreativ für Menschenrechte" ehrten die Bildungsregion Ostalbkreis gemeinsam mit der Kreissparkasse Ostalb beim 73. Europäischen Wettbewerb die Preisträgerinnen und Preisträger und setzten damit ein starkes Zeichen für Demokratie, europäische Werte und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Im Kreisberufsschulzentrum Ellwangen kamen dazu über 100 Schülerinnen und Schüler zusammen, die sich im laufenden Schuljahr kreativ mit den Menschenrechten in Europa und ihrem eigenen Umfeld auseinandergesetzt hatten. Begleitet wurden sie von ihren Eltern sowie den betreuenden Lehrkräften, die den Jugendlichen bei der Umsetzung der Projekte zur Seite standen.
Der Festakt startete mit einer weithin sichtbaren Aktion: Bei einem gemeinsamen Start schickten die Teilnehmenden ihre Europa-Luftballons auf die Reise.
Der EUROPoint begleitete die Veranstaltung mit Infoflyern rund um die EU und Giveaways.
11.06.2026: Welt in Disbalance? Europa zwischen Verantwortung und Realität
Ex-Außenminister Jean Asselborn eröffnete Kirchenmusik-Festival in Schwäbisch Gmünd
Jean Asselborn, einer der am längsten amtierenden Außenminister der EU-Geschichte, diskutierte am Donnerstag, 11. Juni 2026, im Prediger in Schwäbisch Gmünd in der Vortragsveranstaltung "Welt in Disbalance? Europa zwischen Verantwortung und Realität" über Europas Rolle in der Welt und eröffnete damit das Festival Europäische Kirchenmusik (EKM).
Als Jean Asselborn um 18 Uhr am Donnerstagabend den Prediger-Festsaal betrat, brachte er mehr als zwei Jahrzehnte europäische Zeitgeschichte mit nach Schwäbisch Gmünd. Als einer der am längsten amtierenden Außenminister der EU-Geschichte (2004 bis 2023) hat der Luxemburger die Krisen und Erfolge des Kontinents nicht nur beobachtet, sondern maßgeblich mitgestaltet. Sein Besuch markierte den "politischen Auftakt" des 38. Festivals Europäische Kirchenmusik, das in diesem Jahr unter dem programmatischen Motto "Balance" steht.
Es ging um zentrale Fragen der europäischen Politik und Identität: Wie können europäische Werte verteidigt werden? Wie kann man sowohl der Verantwortung gegenüber den Mitgliedsstaaten als auch jener gegenüber der Weltgemeinschaft gerecht werden? Und wie sieht die künftige Rolle Europas in einer Welt aus, die in einem rasanten Wandel begriffen ist?
Nach seinem Vortrag stand Asselborn im Dialog mit Carla Sappok. Die ehemalige Brüssel-Korrespondentin des SWR-Hörfunks und Mitglied des "Team Europe Direct" der Europäischen Kommission verfügte über die nötige Expertise, um den Gast aus Luxemburg bei den Zukunftsfragen des Kontinents aus der Reserve zu locken.
Das kostenfreie Angebot stieß bei den Bürgerinnen und Bürgern bei einer Teilnahmezahl von gut 350 Personen auf große Resonanz.
Der Vortragsabend fand in Kooperation des Europe Direct (EUROPoint) Ostalb mit der Gmünder VHS, dem Verein Europa-Union Ostalb und dem EKM-Kulturbüro statt und wurde vom Staatsministerium Baden-Württemberg finanziell unterstützt.
18.06.2026: Kommunen sagen ja zu Europa
EU-Programm CERV mit Veranstaltungsformat "Kommunen sagen Ja zu Europa" war dieses Jahr am 18.06.2026 in Ellwangen zu Gast
Ein besonderer Schwerpunkt lag diesmal bei dem jährlich stattfindenden Veranstaltungsformat "Kommunen sagen Ja zu Europa!“ der Kontaktstelle CERV (Citizens, Equality, Rights and Values) auf Europa im ländlichen Raum. Welchen Mehrwert bietet eine europäische Zusammenarbeit - und wie kann ich meine Kommune davon überzeugen? Wie kann grenzübergreifender Austausch auf dem Land gelingen und in der Praxis aussehen? Welche Rolle spielen europäische Förderprogramme für kleinere Kommunen, und welche Unterstützungsangebote gibt es? Von welchen guten Beispielen kann man sich inspirieren lassen?
Es wurden Beispiele aus der Praxis anhand der Vorstellung von vier Förderprogrammen gezeigt: EU-Regionalentwicklungsprogramm LEADER für den ländlichen Raum, Erasmus+ Jugend/Europäisches Solidaritätskorps, Kommunale Partnerschaften mit der Ukraine sowie Ost- & Südosteuropa (Engagement Global) und EU-Programm "Bürgerinnen und Bürger, Gleichstellung, Rechte und Werte“ (CERV).
Abschließend wurde zu dem Thema "Europa auf dem Land fördern - als ob wir keine dringenderen Probleme hätten!?" mit den anwesenden EU-Gemeinderäten diskutiert.
02.07.2026: Wie sicher ist der Weltraum? Vortrag und Diskussion mit Generalmajor Michael Traut
Der EUROPoint Ostalb hatte gemeinsam mit der Gesellschaft für Sicherheitspolitik e. V. zu einem Expertengespräch ins Landratsamt Ostalbkreis nach Aalen eingeladen. Generalmajor Michael Traut, Kommandeur des Weltraumkommandos der Bundeswehr, informierte mehr als 180 Gäste über militärische Herausforderungen im Weltraum und die strategische Bedeutung der Raumfahrt für Europa.
In seinem Vortrag erläuterte Generalmajor Michael Traut Aufgaben und Fähigkeiten der deutschen militärischen Weltraumkräfte. Dazu zählen die Überwachung der Weltraumlage, der Schutz eigener Infrastruktur sowie die Unterstützung militärischer Operationen durch satellitengestützte Dienste. Der Weltraum sei bereits Schauplatz strategischen Wettbewerbs. Durch private Unternehmen habe zudem eine rasante Kommerzialisierung eingesetzt. Während die USA 2025 insgesamt 181 Raketenstarts verzeichneten, entfielen 92 auf China, 17 auf Russland und Neuseeland und lediglich acht auf Europa. Auch bei der Satellitenentwicklung liege Europa deutlich hinter den USA.
Der Weltraum brauche besonderen Schutz. Zu den Gefahren gehörten GPS-Störungen, Cyber-Attacken sowie Satelliten, die andere Systeme verfolgen oder zerstören könnten. Deutschland begegne diesen Herausforderungen mit einer Nationalen Sicherheitsstrategie, einer Raumfahrtstrategie und der im November 2025 veröffentlichten Weltraumsicherheitsstrategie. Bis 2030 seien dafür 35 Milliarden Euro vorgesehen. Ziel sei es, Bedrohungen frühzeitig zu erkennen, internationale Kooperationen auszubauen, Abschreckung und Resilienz zu stärken sowie gegnerische Fähigkeiten einzuschränken.
Die Europäische Union bezeichnete Traut als wichtigen Akteur. Das Satellitennavigationssystem Galileo sei präziser als GPS. Das Erdbeobachtungssystem Kopernikus stelle wichtige Daten für Umwelt- und Klimaschutz sowie das Krisenmanagement. Mit IRIS² solle zudem die europäische Unabhängigkeit gestärkt und eine sichere Behördenkommunikation ermöglicht werden.
In seinen Kernbotschaften unterstrich er, dass moderne Gesellschaften und Streitkräfte essenziell auf die Nutzung des Weltraums angewiesen seien. Dieser sei bereits Gefechtsfeld; Deutschland müsse dort wehrhaft sein. Die Zusammenarbeit mit Partnern wie den USA bleibe gut und wichtig. Strategische Vorgaben müssten nun schnell umgesetzt werden.
Die Raumfahrtindustrie sei ein Zukunfts- und Wachstumsmarkt. Deutschland dürfe dabei nicht nur Zuschauer sein. Es gelte, Mut zum Risiko zu haben und Scheitern nicht als Stigma zu betrachten.
Die Diskussion zeigte das große Interesse an der Thematik. Moderiert wurde die Veranstaltung von Birgit Boeser, Leiterin der Europäischen Akademie Bayern e. V. und Mitglied im Speakers-Pool Team EUROPE DIRECT der Europäischen Kommission.
Im Vorfeld trug sich Generalmajor Michael Traut in das Goldene Buch des Ostalbkreises ein.
05.07.2026: Einweihung des Europaplatz auf der Hardt in Schwäbisch Gmünd
Auf dem Hardtfest ist der neue Europaplatz auf dem Gmünder Sonnenhügel feierlich eröffnet worden. Rund 3.700 Menschen aus etwa 80 Nationen leben im Stadtteil – nun gibt es dort einen zentralen Treffpunkt für Feste, Begegnungen und Aktionen.
Die 27 Fontänen stehen symbolisch für die EU-Mitgliedstaaten. Gleichzeitig ist der Platz Teil eines größeren Stadtentwicklungsprojekts, bei dem auch Fördermittel und Klimaanpassung eine Rolle spielen. Der EUROPoint Ostalb war mit einem Info- und Mitmach-Stand vor Ort.
14.07.2026: Reisen in der Europäischen Union - Europäisches Verbraucherzentrum informiert zum EU-Reiserecht auf der Landesgartenschau
Im Kreispavillon auf der Landesgartenschau Ellwangen informierten Expertinnen des Zentrums für Europäischen Verbraucherschutz e. V. vor Ort unverbindlich über Rechte auf Flug-, Bahn- und Busreisen, Rechte bei Pauschalreisen, bei Problemen rund um das Gepäck und zu weiteren rechtlichen Reisethemen. Bei einem Wissenstest können zusätzlich kleine Preise gewonnen werden. Die Veranstaltung wurde vom EUROPoint Ostalb organisiert.
27.07.2026: Teilnahme am Fachtag "Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) am Kreisberufsschulzentrum Aalen
Das Thema Nachhaltigkeit stand im Fokus beim interaktiven BNE-Marktplatz, auf dem praxisnahe Einblicke in Nachhaltigkeitsthemen und ökologische Zusammenhänge vermittelt wurden. Der EUROPoint Ostalb beteiligte sich mit dem Workshop "Wie Europa Gesetze macht - EU-Politik zum Mitspielen".