Kurzzeitkennzeichen

Das Kurzzeitkennzeichen wird zur ausschließlichen Verwendung für Probe- oder Überführungsfahrten für ein konkret benanntes Fahrzeug vergeben.
Der Zuteilungszeitraum beträgt maximal fünf Tage ab Ausstellungsdatum. Die Gültigkeit wird auf dem Kennzeichen rechts eingeprägt. Nach Ablauf des Zeitraums darf nicht mehr gefahren werden. Das Kennzeichen ist ungültig und kann vernichtet werden. Der Tag der Zuteilung zählt bei der Berechnung der 5-Tages-Frist mit, da an diesem Tag das Kennzeichen bereits genutzt werden darf.


Um einen zunehmenden Handel mit Kurzzeitkennzeichen zu unterbinden, ist die Zuteilung von Kurzzeitkennzeichen ab 01.04.2015 gem. § 16a FZV nur noch unter folgenden Voraussetzungen möglich:
  • Das Fahrzeug den Zulassungsstelle bekannt ist,
  • eine gültige Hauptuntersuchung (HU) ggf. Sicherheitsprüfung (SP) nachgewiesen wird und
  • das Fahrzeug im Fahrzeugschein konkret bezeichnet wird.

Fahrten ohne gültige Hauptuntersuchung ggf. Sicherheitsprüfung sind nach der neuen Regelung ab 01.04.2015 in folgenden Fällen möglich:
  • Zur Vorführung des Fahrzeuges für die Hauptuntersuchung bei der nächstgelegenen Untersuchungsstelle innerhalb des Zulassungsbezirks.
  • Zur unmittelbaren Reparatur festgestellter erheblicher oder geringer Mängel in einer nächstgelegenen, geeigneten Einrichtung im Zulassungsbezirk oder in einem angrenzenden Bezirk und zurück. Dies gilt nicht für Fahrzeuge, die bei der Überprüfung als verkehrsunsicher eingestuft werden.

Bringen Sie bitte mit:
  • Zulassungsbescheinigung Teil I / Fahrzeugschein
  • Gültige Hauptuntersuchung/Sicherheitsprüfung
  • Elektronische Versicherungsbestätigungsnummer (eVB - 7-stellige Referenznummer) speziell für Kurzzeitkennzeichen
  • Ihren Personalausweis oder Reisepass
    Besitzen Sie keine deutsche Staatsbürgerschaft bitte eine Meldebescheinigung (max. ½ Jahr alt) vom Rathaus und Ihren Ausweis mit einer gültigen Aufenthaltserlaubnis mitbringen. Sind Sie im Besitz eines elektronischen Aufenthaltstitels im Scheckkartenformat, kann auf die Vorlage einer Meldebescheinigung verzichtet werden.
  • Bei Firmen:
    Die aktuelle Gewerbeanmeldung und den Ausweis der unterschriftsberechtigten Person (evtl. eine Vollmacht beilegen)
  • Die Gebühr beträgt 13,10 Euro
  • Hinzu kommen die Kosten für die Kennzeichenschilder.

Sofern der Antragsteller bei der Beantragung eines Kurzzeitkennzeichen ab 01.09.2017 keinen Wohnsitz, keinen Sitz, keine Niederlassung oder keine Dienststelle im Inland vorweisen kann, muss der Zulassungsbehörde eine Empfangsberechtigte Person, die im Ostalbkreis wohnhaft ist, benannt werden.

Hierfür wird das im Download hinterlegte Formular für Empfangsberechtigte sowie der gültige Personalausweis oder Reisepass (zuzüglich Meldebescheinigung) des Empfangsberechtigten benötigt.

Das Kurzzeitkennzeichen kann sowohl am Wohnsitz des Halters als auch am Standort des Fahrzeuges bei der jeweiligen Zulassungsstelle beantragt werden. Bei einer Kurzzeitkennzeichenzuteilung am Standort des Fahrzeuges wird zusätzlich ein Nachweis, in Form eines Kaufvertrages, über den Standort im Ostalbkreis verlangt.

Sie können nicht persönlich vorbeikommen?
hier:
Eine Vollmacht für den Beauftragten (formlos, schriftlich) erteilen und Ihren Ausweis (Original oder in Kopie) beilegen.

Achtung!!!
Die Zuteilung eines Kurzzeitkennzeichens und somit die Anbringung eines Kurzzeitkennzeichens an ein Fahrzeug, das sich im Ausland befindet, um dieses z.B. nach Deutschland zu überführen, ist nicht zulässig (verbotene Fernzulassung). Für Auslandsfahrten werden die nationalen Zulassungsdokumente durch die Teilnehmerstaaten des Internationalen Abkommens über den Straßenverkehr gegenseitig anerkannt. Allerdings sind Kurzzeitkennzeichen und der entsprechende Fahrzeugschein genau genommen keine offiziellen Zulassungsdokumente, da damit eine Nutzung von Fahrzeugen außerhalb des Zulassungsverfahrens gestattet wird, die in dieser Form nicht unter das Straßenverkehrsübereinkommen fällt. Deshalb müssen Kurzzeitkennzeichen im Ausland nicht ohne Weiteres akzeptiert werden.