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Aufenthaltserlaubnis aus familiären Gründen (§ 27 bis 36 AufenthG)

Ehe und Familie stehen unter einem besonderen staatlichen Schutz (Art. 6 des Grundgesetzes). Dieser Schutz wirkt sich im Ausländerrecht u. a. in den Regelungen zur Erteilung und Verlängerung von Aufenthaltstiteln zum Familiennachzug aus. Aufenthaltserlaubnisse werden zur Herstellung und Wahrung der familiären Lebensgemeinschaft in Deutschland erteilt.

Für einen Familiennachzug kommen in Betracht:

  • Ehegatten

    Für die Ersterteilung werden folgende Unterlagen benötigt:
    • Gültiges Visum zum Ehegattennachzug, wenn benötigt
    • Gültiger Pass
    • Nachweis einfacher Deutschkenntnisse
    • Aktuelles biometrietaugliches Lichtbild
    • Heiratsurkunde
    • Wohnraumbescheinigung (siehe Download)
    • Einkommensnachweise bei Nachzug zu ausländischem Ehepartner

    Für die Verlängerung werden folgende Unterlagen benötigt:
    • Gültiger Pass
    • Aufenthaltsgenehmigung
    • Die letzten drei Lohnabrechnungen (ggf. vom Ehegatten)
    • bzw. Arbeitslosengeld-, Sozialhilfebescheid o.ä.
    • Wohnraumbescheinigung
    • Arbeits- und Verdienstbescheinigung

  • minderjährige Kinder

    Für die Ersterteilung werden folgende Unterlagen benötigt:
    • Gültiges Visum zum Kindernachzug, wenn benötigt
    • Geburtsurkunde
    • Gültiger Pass, in dem das Kind eingetragen ist
    • Aktuelles biometrietaugliches Lichtbild des Kindes (ab dem 8. Lebensjahr)
    • Aktuelle Schulbescheinigung (bei schulpflichtigen Kindern)
    • Wohnraumbescheinigung
    • Nachweis über die Sicherung des Lebensunterhalts

Für sonstige Familienangehörige (z.B. volljährige Kinder, Großeltern, Geschwister) kommt die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis nur ausnahmsweise dann in Betracht, wenn es z. B. zur Vermeidung einer außergewöhnlichen Härte erforderlich ist. Hierbei handelt es sich immer um Einzellfallentscheidungen. Generelle Aussagen können daher hier nicht gemacht werden.
Auch beim Familiennachzug müssen grundsätzlich die allgemeinen Grundvoraussetzungen erfüllt sein. Auch ist es erforderlich, dass die in Deutschland lebenden ausländischen Angehörigen, zu denen der Nachzug erfolgt, eine Niederlassungserlaubnis oder eine Aufenthaltserlaubnis besitzen und ausreichender Wohnraum zur Verfügung steht.

Die Aufenthaltserlaubnis zum Familiennachzug berechtigt zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit, wenn die Familienangehörigen, zu denen der Nachzug erfolgt, auch zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit berechtigt sind.

Der Aufenthalt zum Familiennachzug ist zweckgebunden. Eine Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigung kann nur erfolgen, wenn die Erteilungsvoraussetzungen fortbestehen, insbesondere die familiäre Lebensgemeinschaft. Diese Zweckbindung entfällt erst, wenn ein eigenständiges Aufenthaltsrecht erlangt wurde. Sofern Sie wissen möchten, ob Sie bereits ein eigenständiges Aufenthaltsrecht erlangt haben, setzen Sie sich bitte mit Ihrer Ausländerbehörde in Verbindung.

Für den Familiennachzug zu freizügigkeitsberechtigten Unionsbürgerinnen und Unionsbürgern sowie zu Deutschen gibt es Sonderregelungen. Bitte wenden Sie sich daher an Ihre Ausländerbehörde.

Einschränkungen gibt es beim Familiennachzug zu Inhaberinnen und Inhabern einer Aufenthaltserlaubnis, die aus humanitären Gründen erteilt wurde.


Gebühr:
Die Verwaltungsgebühren für die Erteilung und Verlängerung richten sich nach der Aufenthaltsverordnung und können bei Ihrer Ausländerbehörde erfragt werden.

Antragsformulare:
Anträge auf Erteilung bzw. Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis sind als pdf-Datei zum Download eingestellt.




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