Einführung des vorgezogenen Pflichtumtausches für Führerscheine

Durch Artikel 1 Nummern 7a und 16a der 13. Verordnung zur Änderung der Fahrerlaubnis-Verordnung und anderer straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften (13. FeVÄndV) wurde die Anlage 8e zu § 24a Absatz 2 Fahrerlaubnisverordnung (FeV) neu eingeführt.

Damit beschloss der Bundesrat am 15.2.2019 die Regelungen zum vorgezogenen Pflichtumtausch von Führerscheinen, deren Ausstellung vor dem 19. Januar 2013 erfolgte.

Es soll damit sichergestellt werden, dass entsprechend den Vorgaben der Richtlinie 2006/126/EG bis zum 19. Januar 2033 alle vor dem 19. Januar 2013 ausgestellten Führerscheine umgetauscht werden.

Es handelt sich hierbei nur um einen verwaltungstechnischen Umtausch. Ihre Fahrerlaubnis bleibt unverändert bestehen. Zusätzliche regelmäßige ärztliche Untersuchungen oder sonstige Prüfungen sind damit nicht verbunden. Sie bestehen auch weiterhin lediglich für bestimmte Berufsgruppen mit besonderer Verantwortung. Der neu ausgestellte Führerschein wird, unabhängig von der zugrundeliegenden Fahrerlaubnis, auf 15 Jahre befristet. Nach Ablauf dieser Gültigkeit muss ein neuer Führerschein ausgestellt werden. Diese Regelung dient insbesondere der Aktualisierung von Namen sowie des Lichtbildes.

Vorgehensweise:

Führerscheine die bis einschließlich 31. Dezember 1998 ausgestellt wurden, sind in Abhängigkeit vom Geburtsjahr des Fahrerlaubnisinhabers wie folgt umzutauschen:

Geburtsjahr des FahrerlaubnisinhabersTag, bis zu dem der Führerschein umgetauscht sein muss
Vor 195319.01.2033
1953–195819.01.2022
1959–196419.01.2023
1965–197019.01.2024
1971 oder später19.01.2025

Bei den Führerscheinen, die ab dem 1. Januar 1999 ausgestellt worden sind, erfolgt der Umtausch zeitlich gestaffelt nach dem Ausstellungsjahr des Führerscheins:

AusstellungsjahrTag, bis zu dem der Führerschein umgetauscht sein muss
1999–200119.01.2026
2002–200419.01.2027
2005–200719.01.2028
200819.01.2029
200919.01.2030
201019.01.2031
201119.01.2032
2012–18.01.201319.01.2033

Nach Ablauf der genannten Fristen verliert der Führerschein seine Gültigkeit! Die Fahrerlaubnis bleibt jedoch weiter gültig, so dass lediglich ein Verwarnungsgeld in Höhe von derzeit 10 Euro erhoben werden kann.
In diesem Zusammenhang wird § 4 Absatz 2 Satz 2 FeV wie folgt neu gefasst: "Beim Führen eines Kraftfahrzeugs ist ein dafür gültiger Führerschein mitzuführen und zuständigen Personen auf Verlangen zur Prüfung auszuhändigen."

Voraussetzung für die Antragstellung:

Zum Zeitpunkt der Antragstellung müssen Sie mit Ihrem Hauptwohnsitz im Ostalbkreis gemeldet sein.

Erforderliche Unterlagen zur Antragstellung:

  • aktuelles biometrisches Lichtbild (35 x 45 mm)
  • bisheriger Führerschein
  • gültiger Personalausweis oder Reisepass

Die Bearbeitungsgebühr beträgt 24,00 € und ist bei Antragstellung zu bezahlen.

Weitere Informationen:

Der neue EU-Kartenführerschein kann auf Wunsch zum Bürgermeisteramt der jeweiligen Wohngemeinde gesandt werden. Hiervon ausgenommen sind die Großen Kreisstädte Aalen, Ellwangen, Schwäbisch Gmünd sowie die Stadt Bopfingen und das Bürgermeisteramt Jagstzell. Hier ist eine Abholung bei den Außenstellen der Führerschein- bzw. Zulassungsstellen des Landratsamtes Ostalbkreis möglich.