Transmissible spongiforme Enzephalopathie (TSE)

TSE ist eine Tierseuche bei Rindern, Schafen oder Ziegen, bei welcher zentralnervöse Störungen auftreten und die immer tödlich endet. Beim Rind wird die Krankheit auch als Bovine spongiforme Enzephalopathie (BSE) bezeichnet.

Die Transmissiblen Spongiformen Enzephalopathien (TSE) verursachen spezifische Veränderungen im Gehirn. Zu den TSEen zählen auch Erkrankungen des Menschen, wie z. B. die Creutzfeld-Jakob-Krankheit.

Der erste amtlich bestätigte Fall von BSE in Deutschland war am 26. November 2000. Daraufhin hat die Bundesregierung gemeinsam mit den anderen Ländern der Europäischen Union eine Reihe von Gesetzen und Verordnungen erlassen, die den Verbraucher vor BSE schützen sollen.

Hierzu zählen das Verfütterungsverbot von tierischem Material an Wiederkäuer (speziell Tiermehl, in Deutschland auch Tierfett), das von Säugetieren, Vögeln und Fischen gewonnen wurde sowie weiterhin die Entfernung und Vernichtung von spezifiziertem Risikomaterial (SRM), wie zum Beispiel Gehirn, Wirbelsäure mit Rückenmark, Auge etc.

Eine weitere Maßnahme ist die Untersuchung von Schlachtrindern auf BSE. Alle geschlachteten und verendeten Rinder müssen ab einer bestimmten Altersgrenze auf BSE im Schnelltest untersucht werden. Erst nach einem festgestellten negativen Ergebnis werden die Schlachtrinder in die Lebensmittelkette weitergegeben.

Zusätzlich zu den Rindern werden in ähnlicher Weise auch kleine Wiederkäuer, d. h. Schafe und Ziegen, auf TSE im Schnelltest untersucht.

Seit 7. Juli 2016 gehört Deutschland zu den Ländern und Gebieten mit vernachlässigbarem BSE-Risiko.

Weitere Informationen erhalten Sie auf den Internetseiten des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) und des Ministeriums für Ernährung und Ländlichen Raum Baden-Württemberg (MLR).