13.11.2017: 6. Landkreisübergreifender EU-Azubi-Gipfel "Europa ein Zuhause geben"

Wie kommen in der Europäischen Union Meinungen und Entscheidungen zustande? Welche Rolle spielen dabei die verschiedenen Organe und Institutionen? Welche Herausforderungen gibt es auf dem Weg zu gemeinsamen Lösungen? Diesen und weiteren Fragen gingen unter dem Motto "Europa ein Zuhause geben" rund 60 Auszubildende aus den Landkreisverwaltungen Göppingen, Ostalbkreis und Rems-Murr-Kreis beim 6. landkreisübergreifenden EU-Azubi-Gipfel am 13. November 2017 im Landratsamt Ostalbkreis in Aalen nach und schlüpften dabei in die Rollen verschiedenster europäischer Akteure.

Andrea Hahn, Europabeauftragte des Ostalbkreises gab der CDU-Europaabgeordneten Frau Dr. Inge Gräßle, Herrn Jürgern Lutz von der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, Herrn Georg Schwedt vom CIVIC - Institut für internationale Bildung in Düsseldorf mit seinem Planspiel-Team und den Auszubildenden ganz nach dem Motto des Azubigipfels Europa im großen Sitzungssaal des Landratsamtes ein Zuhause.

Mit Fragen wie "Was hat Sie dazu bewegt, Europaabgeordnete zu werden?", "Wie sieht Ihr Arbeitsalltag im EU-Parlament aus?", "Ist das Schengener Abkommen angesichts der derzeitigen Flüchtlingsproblematik noch vertretbar?" löcherten die Auszubildenden zu Beginn Frau Dr. Gräßle. Anschließend wurden die Auszubildenden von Georg Schwedt, Marie Gräf sowie Hendrik Dlugay durch das Planspiel geführt. Im Planspiel beschäftigten sich die Auszubildenden mit der Pluralität und Vielfalt Europas, der europäischen Kultur sowie mit der Frage, was das "Europäische Gemeinsame" ist, das alle Mitgliedstaaten eint. Über die konkrete Fragestellung der möglichen Errichtung eines gemeinsamen europäischen Kulturinstituts hinaus ging es in diesem Planspiel auch um die grundlegende Frage nach dem Trennenden und Gemeinsamen in Europa - und das gerade mit Blick auf das Europäische Jahr des kulturellen Erbes 2018.

Ausgangspunkt war im Szenario des Planspiels ein Entwurf der Europäischen Kommission für einen Beschluss über die Einrichtung "Europäischer Kulturinstitute". Dieser Entwurf orientierte sich modellhaft an dem Projekt der "Europäischen Kulturhauptstadt". Die entscheidende Herausforderung war an dieser Stelle, unterschiedliche nationale Sichtweisen zum Ausdruck zu bringen, in Relation zueinander zu setzen und im Diskussionsprozess auf europäischer Ebene zu bündeln. Dabei ging es darum, einen Kompromiss zwischen den nationalen Interessen und dem Europäischen Parlament sowie einen gemeinsamen Nenner zu finden, der den Impuls der Europäischen Kommission aufnimmt und weiterentwickelt. Die Auszubildenden simulierten unter anderem eine Diskussion im Europäischen Rat, um zu einer Entscheidung zu kommen und konnten live erleben, dass es gar nicht so einfach ist, das "Europäische Gemeinsame" zu finden.