LEADER-Förderung 2007-2013

LEADER steht für "Liaison entre actions de développement de l´économie rurale“ (Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft). Die bisherige Gemeinschaftsinitiative LEADER+ ist seit 2007 als einer von vier Förderschwerpunkten in den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raumes (ELER) eingebettet. LEADER ist damit Teil eines sogenannten Mainstreamprogramms, das in Baden-Württemberg mit dem Maßnahmen- und Entwicklungsplan Ländlicher Raum Baden-Württemberg 2007-2013 (MEPL) umgesetzt wird.

Insgesamt stehen für LEADER in Baden-Württemberg rund 31,5 Mio. Euro an Fördermitteln der EU zur Verfügung, die mindestens um denselben Betrag aus Mitteln des Landes sowie der Kreise und Gemeinden oder privaten Investoren ergänzt werden müssen.

LEADER wird in Baden-Württemberg in kleineren, abgegrenzten Gebieten des ländlichen Raums durchgeführt (LEADER-Aktionsgebiete), die unter geographischen, wirtschaftlichen und sozialen Gesichtspunkten eine Einheit bilden und Landkreisgrenzen übergreifend angelegt sind. Damit der lokale Charakter gewährleistet ist, hat die EU als Richtwert eine Einwohnerzahl zwischen 5.000 und 150.000 Menschen vorgesehen.

LEADER fördert vorrangig die Themenbereiche Lebensqualität im Ländlichen Raum und Diversifizierung der Ländlichen Wirtschaft sowie naturschutzrelevante Projekte zur Erhaltung des natürlichen Erbes und solche Vorhaben, die den schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen und insbesondere die Eindämmung des Landschaftsverbrauchs unterstützen bzw. den Herausforderungen des demographischen Wandels im Ländlichen Raum Rechnung tragen. Zentrales Kofinanzierungsinstrument des Landes ist das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR). Daneben wird im Bereich von Projekten mit Naturschutzcharakter auch die Landschaftspflegerichtlinie (LPR) zur Anwendung kommen.

Begünstigte der LEADER-Förderung sind sogenannte Lokale Aktionsgruppen, d. h. Partnerschaften aus Vertretern der Kommunen sowie des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens. Voraussetzung ist, dass diese Aktionsgruppen in einem Regionalen Entwicklungskonzept (REK) eigenständige Strategien und Maßnahmen für die Entwicklung eines begrenzten Aktionsgebietes erarbeiten und die Verantwortung für deren Umsetzung übernehmen.