Young Industrial Art Award wird ausgelobt - Warum es cool ist, Kunst zu machen

Im Rahmen der landesweiten Industriewoche 2017 loben der Ostalbkreis, der Landkreis Heidenheim, die IHK Ostwürttemberg und der Arbeitgeberverband Südwestmetall Ostwürttemberg einen Industriepreis aus. In der Technischen Schule am Beruflichen Schulzentrum Aalen stellten Landrat Klaus Pavel und Vertreter der beteiligten Institutionen am 21. Juni 2017 den Wettbewerb öffentlich vor. Auszubildende technischer Berufe sind aufgerufen, im Ausbildungsteam in Zusammenarbeit mit ihrem Unternehmen und der Berufsschule Kunstobjekte zu schaffen, die prämiert, ausgestellt und schließlich für einen guten Zweck versteigert werden sollen.

Die Industriewoche findet auf Initiative von Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut vom 17. bis 24. Juni 2017 in Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit dem Landesverband der Baden-Württembergischen Industrie (LVI), dem Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertag (BWIHK), der Landesvereinigung der Arbeitgeberverbände, dem DGB, der IGM und der IGBCE statt. Landesweit werden unter diesem Dach etwa 300 Veranstaltungen durchgeführt, die die Sichtbarkeit und Akzeptanz der Industrie erhöhen sollen. In Baden-Württemberg entfällt ein Drittel der Wertschöpfung auf die Industrie, ein wesentlicher Teil davon auf den Maschinenbau. Die Wirtschaft in Ostwürttemberg hat einen traditionellen Schwerpunkt im produzierenden und verarbeitenden Sektor mit einem breit gefächerten Branchenmix. Um die Bedeutung der Industrie für die Region Ostwürttemberg darzustellen, finden auch hier in der Region zahlreiche Veranstaltungen statt.

Im Rahmen der Industriewoche 2017 loben daher der Ostalbkreis, der Landkreis Heidenheim, die IHK Ostwürttemberg und der Arbeitgeberverband Südwestmetall Ostwürttemberg gemeinsam den Young Industrial Art Award Ostwürttemberg aus. Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut und Landrat Klaus Pavel haben die gemeinsame Schirmherrschaft für den Award. Ideell unterstützt wird der Wettbewerb von der regionalen Wirtschaftsförderungsgesellschaft WiRO, der IG-Metall, der Monatszeitung Wirtschaft Regional, der Technischen Schule Aalen sowie der Kontaktstelle Frau und Beruf Ostwürttemberg – Ostalbkreis.

Der Award richtet sich an Auszubildende in technischen Berufsbildern wie etwa Industriemechaniker, Mechatroniker, Werkzeug- und Zerspanungsmechaniker etc., die im September ins 2. Ausbildungsjahr kommen. Die Auszubildenden sind in Abstimmung mit ihren Unternehmen aufgerufen, in ihren Ausbildungswerkstätten während einer kurzen Projektphase im Herbst freie Kunstobjekte bzw. Werk- oder Produktkunst im Kontext der industriellen Fertigung zu erstellen. Dabei sollen sie von ihren Ausbildungsbetrieben unterstützt werden – in Form von Materialien, Werkzeugen, Maschinen, Fachwissen, Projektbegleitung und Zeit.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden nach der Sommerpause zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres in Workshops auf diese Aufgabe vorbereitet werden. Die Workshops werden von vier renommierten Künstlern aus der Region - Paul Groll, Laszlo Haschka, Rudolf Kurz und Andreas Welzenbach - begleitet.

"Gemeinsam mit den Unternehmen und den Beruflichen Schulen im dualen Ausbildungssystem wollen wir junge Menschen ermutigen, aus ihrer beruflichen Tätigkeit und den Betrieben heraus im Ausbildungsteam Kunstobjekte zu fertigen", erläuterte Landrat Klaus Pavel eines der Ziele des Wettbewerbs. "Diese werden zur Eröffnung des neuen IHK-Bildungszentrums im Dezember 2017 ausgestellt", so Pavel weiter. Nach der Prämierung der drei besten Objekte durch eine Jury werden die Werke für einen guten Zweck versteigert. Den Teams mit den drei besten Kunstobjekten winken tolle Preise sowie der Award in Gold, Silber und Bronze. Darüber hinaus erhalten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Award eine Anerkennung.

Die auslobenden Institutionen möchten außerdem mit dem Young Industrial Art Award Ostwürttemberg den Facettenreichtum der Industrie in der Region sichtbar machen und die Aufmerksamkeit auf die Schaffenskraft der Unternehmen und der dort tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lenken. Im Hintergrund steht dabei auch die Annahme, dass industrielle Tätigkeiten im weitesten Sinne als kreative und künstlerische Prozesse bezeichnet werden, an deren Ende Kunstwerke stehen; denn "Kunst" bezeichnet im weitesten Sinne jede entwickelte Tätigkeit, die auf Wissen, Übung, Wahrnehmung, Vorstellung und Intuition gegründet ist. Im engeren Sinne sind Ergebnisse gezielter menschlicher Tätigkeit gemeint, die nicht eindeutig durch Funktionen festgelegt sind. Außerdem dient Kunst – wie auch die industrielle Produktion – der Gesellschaft.

Der Preis hat zudem eine enge Beziehung zum Thema Fachkräfteentwicklung. Durch die Verbindung von Kunst und Industrie werden insbesondere auch weibliche Auszubildende angesprochen und darüber hinaus die Industrie für Mädchen und Frauen noch interessanter gemacht. Dies dient dem Zweck, diese Zielgruppe für MINT-Berufe zu gewinnen.

Thema des Awards in diesem Jahr sind "Kunstwerke für den Innenraum". Der Wettbewerb soll bei erfolgreicher Durchführung in mehrjährigem Turnus mit neuen Schwerpunkten ausgelobt werden und längerfristig weitere Potenziale und Synergien heben.

Ab sofort können sich interessierte Auszubildende gemeinsam mit ihrem Team unter www.young-industrial-art-award.de anmelden. Anmeldeschluss ist der 14. August 2017.

Young Industrial Art Award 2017