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Judith Bildhauer
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Brief E-Mail an Judith Bildhauer

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Projekt "Lernende Kulturregion Schwäbische Alb"

Wie muss ein Kulturangebot im ländlichen Raum aussehen, um für die Menschen und Entwicklungen vor Ort auch in Zukunft relevant und inspirierend zu sein? Die "Lernende Kulturregion Schwäbische Alb" sucht seit 2016 Antworten auf diese Frage - gemeinsam mit Kultureinrichtungen und Initiativen, Künstlern, Gemeinden, Vereinen und Bürgern der Schwäbischen Alb.

Bis 2020 wird die Kulturregion mit über 3 Mio. € in "TRAFO - Modelle für Kultur im Wandel", einer Initiative der Kulturstiftung des Bundes, sowie dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg gefördert. Der Ostalbkreis hat die Trägerschaft des Projektes übernommen.


Viele ländliche Regionen Deutschlands leiden unter Abwanderung, Überalterung und sinkenden Einnahmen ihrer Gemeinden. Als freiwillige Aufgabe der Daseinsvorsorge stehen gerade auch Kultur und öffentlich geförderte Kultureinrichtungen zur Disposition. Vor diesem Hintergrund hat die Kulturstiftung des Bundes das Programm "TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel" ins Leben gerufen, das Impulse und Beispiele für ein zukünftiges Kulturangebot in strukturschwachen Räumen geben möchte. Im Mittelpunkt stehen hauptamtlich geführte Kultureinrichtungen, die gemeinsam mit den Menschen vor Ort ein zukunftsfähiges Kulturangebot entwickeln, das über klassische Formen von Bildungs-, Vermittlungs- und Bühnenangeboten hinausgeht.

Die Schwäbische Alb mit den Landkreisen Alb-Donau, Biberach, Heidenheim, Ostalb, Reutlingen, Schwäbisch Hall und Sigmaringen und den LEADER-Regionen Brenzregion, Jagstregion, Mittlere Alb und Oberschwaben ist eine von bundesweit vier Modellregionen, die von 2016 bis 2020 in TRAFO unterstützt werden. Bevor der Stiftungsrat der Kulturstiftung im Dezember 2015 seine Förderzusage gab, fand ein reger Austausch zwischen Vertretern der beteiligten Kommunen und LEADER-Regionen, den Ministerien sowie Experten aus der Kulturarbeit statt. Aus der Frage, wie die Ziele von TRAFO auf der Schwäbischen Alb umzusetzen seien, entstand das Konzept der "Lernenden Kulturregion Schwäbische Alb".

Das "Lernen" gibt die Richtung der überregionalen Zusammenarbeit vor, denn Weiterentwicklung bedeutet auch immer Reflexion von Altem - und Offenheit für Neues. Der Lernfelder gibt es viele: Große und kleine Kultureinrichtungen, die in sogenannten Kulturwerkstätten kooperieren und sich überregional vernetzen. Einrichtungen, die mit Schulen, Vereinen und freie Initiativen zusammenarbeiten und sich so noch besser für die Menschen und Themen im ländlichen Raum öffnen. Kulturelle Institutionen, die ihre Arbeitsweisen um partizipative und innovative Ansätze ergänzen, leerstehende Räumlichkeiten bespielen und neue Besuchergruppen gewinnen. Aber auch Gemeinden und Verwaltungen, die den Wert von Kultur schätzen lernen und gemeinsam neue Wege der Unterstützung ausloten.

Die "Lernende Kulturregion" hat sich daher ebenfalls zum Ziel gesetzt, die LEADER-Förderung in der Periode 2016 bis 2020 weiter für (nicht investive) Kulturprojekte zu erschließen. Hierfür arbeitet sie eng mit dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz und den Regionalmanagern der Brenzregion, Jagstregion, Mittleren Alb und Oberschwabens zusammen. Im Frühjahr 2017 können sich interessierte Kultureinrichtungen erstmals für eine Förderung ihres Transformationsvorhabens bewerben. Dieses kann dann zugleich in TRAFO und aus dem Topf der zuständigen LEADER-Region gefördert werden. Die Fördergrundsätze können auf der Homepage der "Lernenden Kulturregion" heruntergeladen werden.