Amphibienschutz

Wenn sich unsere heimischen Amphibien (Kröten, Unken, Molche, Salamander und Frösche) im Frühjahr auf Wanderschaft zu ihren angestammten Laichgewässern begeben, müssen sie oftmals verkehrsreiche Straßen überqueren und werden dabei zu Hunderten überfahren. Der Verkehrstod ist neben der ständig abnehmenden Zahl an geeigneten Laichgewässern die Hauptursache für den starken Rückgang dieser besonders geschützten Tiere.

Amphibien spielen für den Naturhaushalt eine wichtige Rolle. Sie ernähren sich überwiegend von Insekten sowie deren Larven und tragen so zur Regulierung von Schädlingen bei. Andererseits sind die Amphibien selbst für viele Wasservögel und Fische eine wichtige Nahrungsquelle.

Ende Februar/Anfang März bei Temperaturen von über 5 °C und einer hohen Luftfeuchtigkeit beginnen Amphibien ihre Wanderung. Die erwachsenen Tiere gehen zu ihren Geburtsstätten zur Ablage ihres Laiches. Ende Mai wandern diese wieder zurück.
Aus dem abgelegten Laich entwickeln sich Kaulquappen, aus denen kleine Frösche bzw. Kröten entstehen. Im Juli/August wandern auch diese zu ihren Überwinterungsplätzen.

Eine wichtige Aufgabe des Artenschutzes besteht deshalb darin, die Amphibien vor dem Überfahren zu bewahren und so das Überleben dieser Tierarten zu gewährleisten. Aus diesem Grund veranlasst die untere Naturschutzbehörde bei Beginn der Krötenwanderung das Aufstellen von Warnschildern bis hin zur zeitweisen Sperrung von Wegen und Straßen. Außerdem wirkt sie bei der Konzeption und beim Bau von Schutz- und Leiteinrichtungen mit.

Für die Meldung neuer Amphibienwanderwege an die untere Naturschutzbehörde sind wir Ihnen sehr dankbar.