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Knollenmergelwiesen und -weiden

Der Knollenmergel erstreckt sich als geologische Schicht bandförmig entlang der Talflanken in der Nordwesthälfte des Landkreises.

Die Knollenmergelhänge vereinen alle nur denkbaren Eigenschaften toniger Hanglagen mit den extensiven Landnutzungsformen bis zum Extrem zu einem geradezu virtuosen Landschaftsbild. Sie beherbergen auf die Fläche ihrer Verbreitung bezogen das Schwerpunktvorkommen der mageren Flachlandmähwiesen und -weiden sowie der Streuobstwiesen im Landkreis. Sie beinhalten auch viele weitere Biotope.

Die typischen Rutschhang-Buckelwiesen und -weiden sind durch moderne Großmaschinen nicht mehr zu bewirtschaften. Sie unterliegen daher einem starken Aufforstungs- und Auffüllungsdruck. Zur Erhaltung der einzigartigen Wiesenlandschaft beauftragt der LEV die Mahd von Knollenmergelwiesen mit Spezialmaschinen (z.B. Bergschleppern) bzw. schließt Landschaftspflegeverträge mit Bewirtschaftern ab. Für den Landwirt rechnet sich dadurch die Mahd solcher Wiesen wieder und die Bewirtschaftung kann durch die Integration einer Wertholzerzeugung finanziell noch lukrativer gestaltet werden.