Ostalbkreis und GOA präsentieren mit Oberbürgermeistern und Bürgermeistern die Initiative "Saubere Ostalb"

Bei einem Pressetermin auf dem Aalener Sparkassenplatz am Montag, 18.11.2019 stellten Landrat Klaus Pavel, GOA-Geschäftsführer Henry Forster sowie Oberbürgermeister und Bürgermeister der gemeinsamen Projektgruppe die Bausteine der Gemeinschaftsinitiative "Saubere Ostalb" vor.

Seit Jahren ist im Ostalbkreis eine zunehmende Vermüllung des öffentlichen Raumes festzustellen. Verstärkt wird dies in den großen Städten Aalen, Schwäbisch Gmünd und Ellwangen beobachtet und auch in der Öffentlichkeit diskutiert. Deshalb haben sich die Landkreisverwaltung, die 42 Städte und Gemeinden des Ostalbkreises und die Gesellschaft für Abfallbewirtschaftung mbH (GOA) dazu entschlossen, die gemeinsame Initiative "Saubere Ostalb" ins Leben zu rufen.

Umfangreiche Informations- und Öffentlichkeitskampagne startet

Die Öffentlichkeit soll für das Thema mit Informationsbroschüren, Bannern und Plakaten sowie über das Internet sensibilisiert werden: Banner mit drei verschiedenen Motiven wurden bereits an Brücken und auf dem Wertstoffhöfen ausgehängt. Die Kampagnenmotive finden sich außerdem auf 20 GOA-Fahrzeugen, die seit der vergangenen Woche auf den Straßen im Ostalbkreis unterwegs sind. An öffentlichen Stellen und in öffentlichen Einrichtungen der Kommunen hängen auch bereits Plakate, die sich an die Zielgruppen Erwachsene, Jugendliche und Kinder richten. Mit eigens für jede dieser Gruppen entworfenen Broschüren werden tiefergehende Informationen vermittelt. Die Erwachsenenbroschüre wurde am 20. November als Sonderbeilage an alle Haushalte im Ostalbkreis verteilt. In den kommenden Wochen erhalten dann Jugendliche über ihre Schulen die Jugendvariante ausgeteilt. Neben Aktionstagen in weiterführenden Schulen in den Teilräumen des Landkreises werden auch Unterrichtseinheiten zum Thema "Saubere Ostalb" mit den Schwerpunkten Müllvermeidung, Mülltrennung und richtige Müllentsorgung stattfinden. Erste Termine wurden von Schulen bereits gebucht. Kinder erhalten ihre Broschüre über die Grundschulen und Kindergärten, wo es ebenfalls Aktionstage geben wird.

Abfallberatung, Abfallkümmerer und Müllpaten vor Ort

Zentrale Anlaufstelle der Kampagne ist Gabriele Bollin bei der GOA, Tel. 07174 2711-462, E-Mail: saubere.ostalb@goa-online.de .

Als Ansprechpartner vor Ort stehen drei sogenannte Abfallkümmerer zur Verfügung, die sich den Landkreis aufteilen. Sie sollen schnell und unbürokratisch aktiv werden, wenn Abfall den öffentlichen Raum verschmutzt, und sich intensiv um neuralgische Stellen im Landkreis kümmern. Sie sind überdies Ansprechpartner für Stadt- und Gemeindeverwaltungen, Baubetriebsämter und Bauhöfe, Wohnbaugesellschaften und Behörden (Straßenbauämter, Forstverwaltungen,…) und beantworten gerne alle Fragen rund um die Kampagne. Auch die Bürgerinnen und Bürger des Ostalbkreises kommen nicht zu kurz: Die Abfallkümmerer stehen vor Ort beratend zu den Themen richtige Entsorgung und Bereitstellung der Abfälle und richtige Befüllung der Abfuhrgefäße zur Verfügung. Ein weiterer Aufgabenschwerpunkt der Abfallkümmerer besteht darin, aktiv das Verantwortungsgefühl der Anwohner und Passanten für die Sauberkeit zu stärken. Für die ehrenamtlichen Müllpaten sind die Abfallkümmerer erster Ansprechpartner bei Flurputzeten. Sie statten diese mit den notwendigen Arbeitsmitteln aus, sind bei der Entsorgung des Mülls behilflich und weisen die Müllpaten in die Verhaltensregeln zum Einsammeln von Müll in der Flur ein. Die Abfallkümmerer fördern damit aktiv die Initiative der Bürgerinnen und Bürger für die Sauberkeit und stärken die soziale Kontrolle. Somit kommt den Kümmerern auch eine Multiplikatorenrolle zu. Sie vermitteln durch ihre Aktivität täglich Werte und Normen, die entscheidend sind für dauerhafte Einstellungs- und Verhaltensänderungen der Bürgerinnen und Bürger. Christian Käufer (Raum Aalen), Markus Kreuz (Raum Schwäbisch Gmünd) und Walter Sauerborn (Raum Ellwangen) konnten als Abfallkümmerer gewonnen werden.

In den vergangenen Wochen haben sich erfreulicherweise erste Bürgerinnen und Bürger bereit erklärt, ehrenamtlich die Aufgabe eines Müllpaten zu übernehmen und die Vermüllung der Landschaft in ihrer direkten Umgebung zu beseitigen. Diese Müllpaten sammeln den Müll in der Landschaft auf und führen ihn einer ordnungsgemäßen Entsorgung zu.
Die Müllpaten werden von den Abfallkümmerern bei der Wahrnehmung ihres Ehrenamtes unterstützt. Die Abfallkümmerer statten die Müllpaten insbesondere mit Handschuhen, grünen Müllsäcken und Warnwesten mit dem Aufdruck "Müllpate" und dem Logo "Saubere Ostalb" aus. Zudem sind sie erster Ansprechpartner für die "Müllpaten" für alle Belange, u.a. in Bezug auf Entsorgungsmöglichkeiten für den eingesammelten Müll.

Freiwillige, die sich als Müllpate engagieren möchten, können sich gerne bei Gabriele Bollin melden. Alternativ kann auf der Homepage www.saubere-ostalb.de das Anmeldeformular für eine Müllpatenschaft heruntergeladen werden.

Kommunen können auf Unterflurcontainer für Altglas und Dosen umstellen

Zur Erhöhung des Komforts für die Bürgerinnen und Bürger können in den Städten und Gemeinden Unterflurcontainer für Altglas und Dosen eingerichtet werden. Zielhorizont sind bis zu 20 Unterflurcontainer in den kommenden drei Jahren. Voraussetzung ist, dass die Kommune einen geeigneten Standort zur Verfügung stellt und die nötigen Tiefbauarbeiten auf eigene Kosten durchführt. Die Gestellung und Leerung der Behälter wird von der GOA übernommen.

An der Remsgalerie in Schwäbisch Gmünd wurden bereits Ende April im Zuge der Remstal Gartenschau vier moderne Unterflurcontainer als Pilotanlage errichtet. Die bisherigen Rückmeldungen sind durchweg positiv.

Alle Infos unter www.saubere-ostalb.de

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