Jugendschutzkonzept "Jugendschutz geht alle an"

In einer sehr engen Kooperation mit dem Polizeipräsidium Aalen und dem Kreisjugendring Ostalb e.V. hat der Ostalbkreis unter dem Motto "Jugendschutz geht alle an" ein sehr detailliertes Handlungskonzept ausgearbeitet.

Diese sieht in erster Linie Maßnahmen zur Stärkung des Jugendschutzes vor. Verkaufsstellen sollen ebenso wie Veranstalter von Discos oder ähnlichen Veranstaltungen nachdrücklich auf die geltenden Jugendschutzbestimmungen hingewiesen werden. Das Konzept wird u.a. abgerundet durch ein umfangreiche Information von Eltern und Lehrer/-innen.

Aktionskonzept XI

Der Kreisjugendring Ostalb e.V., die Suchtbeauftragte des Ostalbkreises und das Polizeipräsidium Aalen stellen im Februar 2018 das Aktionskonzept XI für die Durchführung von Jugendschutzmaßnahmen vor. Schwerpunkt ist dieses Mal das Thema Jugendschutz im Suchtbereich mit Schwerpunkt auf den ländlichen Raum. Finanziell unterstützt wird das Projekt von der Landesstelle für Suchtfragen Stuttgart "Starthilfe Plus".

Neben der Fortführung der Themen aus den vergangenen Jahren, wie zum Beispiel Präventionsmaßnahmen für Veranstalter von Discos und Festen, Faschingspräsidenten, Getränkeabgabestellen und sportliche Großereignisse, stellt das neue Aktionskonzept den Aktionsplan und die zugehörigen Bausteine im Bereich Jugendschutz im Suchtbereich vor. Das Konzept richtet sich an Eltern und Erziehungsberechtigte, Jugendliche, Schulen samt Schulsozialarbeitern, Multiplikatoren im Bereich Jugendschutz, Vereine, Medienvertreter und Verantwortliche in Politik und Verwaltung. Ziel ist es, die oben benannten Zielgruppen im Bereich Alkohol und neue Drogen zu sensibilisieren, da gerade im ländlichen Raum den Menschen nicht bewusst ist, dass sich das Konsumverhalten von städtischen und ländlichen Jugendlichen nicht differenziert. Durch Informationen über und die Auseinandersetzung mit dem Thema Sucht sollen die Erziehungsverantwortung und die Vorbildfunktion von Erwachsenen, insbesondere von Eltern, gestärkt werden und ein möglicher Zugang zur Beratung erleichtert werden.

Zu diesem Zweck hat das Aktionsbündnis einen Maßnahmenkatalog für ländliche Gemeinden entwickelt. Im Rahmen von Runden Tischen laden in den "Pilotgemeinden" Bürgermeister und die Suchtbeauftragte des Ostalbkreises die örtlichen Fraktionsführer des Gemeinderats, Schulleitungen, Pfarrer, Jugendhausleiter, Schulsozialarbeit, Suchtberatung sowie Vertreter des zuständigen Jugendamts, Polizei, und je nach örtlicher Gegebenheit weitere hilfreiche Akteure ein. Auf Grundlage der breiten Erfahrung von Fachleuten aus der Präventions- und Jugendarbeit sowie der örtlichen Entscheidungsträger soll für die jeweiligen Gemeinden das passende maßgeschneiderte Angebot entwickelt werden. Die Öffentlichkeit wird in den jeweiligen Gemeinden über die örtlichen Mitteilungsblätter informiert.

Die Gemeinde Abtsgmünd wird als erste Pilotgemeinde zur Auftaktveranstaltung der kreisweiten Präventionsaktion einladen. Hierzu wird es am 13. März 2018 um 19:00 Uhr eine Auftaktveranstaltung in Abtsgmünd geben. Im Ausaal der Kochertalmetropole wird das Präventionstheater Sakramo 3D zunächst mit dem Theaterstück "You better walk alone" in das Thema einstimmen. Im Anschluss werden Vertreter der Psychosozialen Beratungsstellen Caritas und Diakonie über aktuelle Entwicklungen und Gefahren im Bereich Alkohol und neue Drogen informieren. An den Infoständen von Polizei, Psychosozialer Beratungsstelle, Theater und Landratsamt können sich die Besucher am Ende der Veranstaltung näher informieren und beraten lassen.

Die Gemeinde Heubach wird im Sommer die zweite Pilotgemeinde sein. Seitens der Projektverantwortlichen wird das Projekt allen ländlichen Gemeinden zugänglich gemacht.

Für alle Fragen des Jugendschutzes stehen während des gesamten Jahres gerne folgende Personen und Institutionen zur Verfügung:

Kreisjugendring Ostalbkreis: Michael Baltes, Telefon 07361 503-1287
Landratsamt Ostalbkreis: Martina Marquardt, Telefon 07361 503-1293
Polizeipräsidium: Otto Kruger, Telefon 07361 580-118