"Zeitbank" – ein Netzwerk für gegenseitige Hilfeleistungen

Herzlich begrüßt wurden die Vorstandsmitglieder des Kreisseniorenrat Ostalb e.V. am 19. Mai 2017 in der Marienpflege in Ellwangen von Bürgermeister Volker Grab. Er lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Ellwanger Stadtseniorenrat und betonte die Wichtigkeit der Mitarbeit von Senioren bei der Umsetzung des vom Landkreis erstellten seniorenpolitischen Gesamtkonzepts.

Im Mittelpunkt des Besuchs in Ellwangen stand das Konzept "Zeitbank", das von Elfriede Kohler anschaulich vorgestellt wurde.
Die "Zeitbank" wurde in Österreich entwickelt. Die Idee ist dabei: Helfen und sich helfen lassen. "Zeitbank" ist ein Netzwerk für gegenseitige Hilfeleistungen. In einem dazu gegründeten Verein erklären sich die Mitglieder bereit, entsprechend den eigenen Fähigkeiten anderen Mitgliedern ehrenamtliche Hilfsdienste zu leisten. Dafür bekommen sie dann Zeitstunden gutgeschrieben. Mit dem erworbenen Zeitguthaben können sie nun von anderen Mitgliedern für sich benötigte Hilfsdienste und Unterstützung zur besseren Bewältigung von Aufgaben im Alltag in Anspruch nehmen.

In Deutschland gibt es mittlerweile 15 derartige Vereine mit ca. 500 Mitgliedern, die alle unter dem Namen ZEITBANKplus firmieren.
Frau Kohler ist Vorsitzende des Vereins in der Gemeinde Seckach im Neckar-Odenwald-Kreis. Die Einheit in dieser Zeitbank ist die volle Stunde.

Die interessanten Ausführungen von Elfriede Kohler führten zu Überlegungen des Vorstandes des Kreisseniorenrat Ostalb e.V., dieses Projekt, vorrangig für Ruheständler, auch für geeignete Orte im Ostalbkreis anzudenken. In den nächsten Sitzungen soll die evtl. Umsetzung einer "Zeitbank" thematisiert werden.