Landratsamt zeigt "Gelbe Karte"

Zusammen mit der Polizeidirektion Aalen hat die Führerscheinstelle der Landkreisverwaltung seit Anfang des Jahres die Aktion "Gelbe Karte" eingeführt. Jugendliche und junge Erwachsene, die durch alkoholbedingte oder kriminelle Handlungen oder durch exzessiven Alkoholkonsum auffallen, bekommen vom Landratsamt die "Gelbe Karte" gezeigt und werden auf mögliche Auswirkungen ihres Verhaltens hinsichtlich Erwerb oder Besitz des Führerscheins informiert.


Denn wer durch aggressives oder alkoholbedingtes Fehlverhalten oder gar durch "Komasaufen" polizeilich auffällig wird, bei dem bestehen - vor allem im Wiederholungsfall - Zweifel an der Eignung zum Führen eines Fahrzeugs. Dies kann zur Folge haben, dass Jugendliche bereits ab 14 Jahren, wenn sie beispielsweise den Führerschein für ein Zweirad machen wollen, vorab mittels eines medizinisch-psychologischen Gutachtens ihre Eignung nachweisen müssen. Gleiches gilt auch für junge Erwachsene, die schon im Besitz des Führerscheins sind. Fallen sie durch ihr Verhalten außerhalb des Straßenverkehrs auf durch hohes Aggressionspotenzial oder durch Alkohol- oder Drogenkonsum, so kann dies im Wiederholungsfall zum Entzug der Fahrerlaubnis durch die Führerscheinstelle führen.

Die Aktion "Gelbe Karte" ist ein Baustein in einem Bündel von Präventionsmaßnahmen, die der Landkreis mit der Polizei erarbeitet hat und umsetzt. Bei einem auffälligen Verhalten soll möglichst schon vor einem behördlichen Eingriff mit Führerscheinentzug auf mögliche Konsequenzen hingewiesen und die Jugendlichen sollen so zu einem rechtskonformen Handeln angehalten werden. Die Reduzierung des Alkoholmissbrauchs und eine Verbesserung der Verkehrssicherheit bei jungen Fahrern stehen im Mittelpunkt der Präventionsarbeit.

In der Praxis wird die Aktion "Gelbe Karte" im Einzelfall durch die Polizeidirektion Aalen angestoßen. Alle relevanten alkoholbedingten Straftaten und Ordnungswidrigkeiten und Handlungen mit hohem Aggressionspotenzial werden von dort an die Führerscheinstelle des Landratsamts gemeldet. Betroffene erhalten dann von der Führerscheinstelle ein Schreiben, in dem auf ihr Fehlverhalten hingewiesen und gewarnt wird, dass im Wiederholungsfall der Führerscheinentzug droht. Diesem Schreiben liegt die "Gelbe Karte" bei, auf der die Kontaktadressen des Suchtbeauftragten des Landratsamts und des Präventionsbeauftragten der Polizeidirektion genannt sind. Dort erhalten Betroffene Beratung und Hilfe.