"Heute kommt das Zahnfernsehen!" - Neue mobile Zahnkamera des Geschäftsbereichs Gesundheit im Landratsamt unterstützt effiziente Prophylaxearbeit im Ostalbkreis
Pressemitteilung: 233 vom 03.07.2012
Dann geht’s los! Der Mutigste beginnt und nimmt die Zahnkamera in den Mund. "Meine Zähne kommen im Zahnfernsehen!", grinst er. Natürlich dürfen nur die Zahnärztin und der kleine Zahnbesitzer dessen Zähne anschauen. Die anderen Kinder handeln zwischenzeitlich schon mal aus, wer als nächstes an der Reihe sein darf. "Da hinten spitzt ja schon eine Ecke deines neuen bleibenden Backenzahnes heraus!", sagt Dr. Wenzel. Noch ganz klein geduckt hinter dem letzen Milchzahn versteckt und deshalb beim Putzen oft vergessen wird gleich darauf hingewiesen, dass dieser Zahn besondere Pflege braucht: er fällt nämlich nicht mehr aus und soll noch bis ans Lebensende in der Mundhöhle verweilen. Solche durchbrechenden Zähne sind besonders empfindlich, reift ihr Zahnschmelz doch erst noch während der nächsten Jahre vollständig aus. Regelmäßige Fluoridtouchierung ist angesagt!
Das nächste Kind ist beim Zahnen schon etwas weiter und hat den neuen bleibenden Backenzahn beim Zahnarzt schon mit einer Fissurenversiegelung versehen lassen. Wenn es das Kind erlaubt, darf dieser Beweis für Tapferkeit beim Zahnarzt auch von den Mitschülern auf dem Bildschirm bewundert werden. Bei einer Fissurenversiegelung werden mit einem dünn fließenden Kunststoff die natürlichen Grübchen und Furchen auf der Zahnoberfläche verschlossen, um den Zahn vor Karies zu schützen.
Dem nächsten Kind werden ein paar "Schmutzflecken" auf seinen Zähnen gezeigt. "Hier musst du immer gut putzen! Fahr mal mit deiner Zunge drüber. Ein geputzter Zahn soll sich immer ganz glatt anfühlen. Ich kratze den Schmutz mal mit meiner Sonde weg. Spürst du den Unterschied?", berät die Zahnärztin oder empfiehlt größeren Kindern: "Probier mal Zahnseide zu verwenden!"
Ganz nebenbei werden auch die zahnärztlichen Befunde notiert und in Form eines verschlossenen gelben Zettels für die Eltern mitgegeben.
Wenn dann dem letzten Kind die Kamera, mit der es fasziniert selbst seine Zähne filmen möchte, aus Zeitgründen aus der Hand genommen werden muss, bleibt zu hoffen, dass dieses Erlebnis nachhaltig zur Entwicklung eines oralen Bewusstseins beigetragen hat. Denn nur wer seine Zähne kennt, wird auch künftig auf sie achten.
