Ab ins kühle Nass: Badeseen im Ostalbkreis bieten ausgezeichnete Wasserqualität
Pressemitteilung: 214 vom 15.06.2012
Maßstab für die Untersuchung durch die Gesundheitsexperten des Landkreises ist die Badegewässer-Richtlinie der Europäischen Gemeinschaft mit den darin enthaltenen EU–Grenzwerten für Badeseen. "Krankheitserreger, insbesondere Salmonellen und Darmviren, dürfen in Badeseen nicht auftreten", erklärt Gesundheitsdezernent Dr. Klaus Walter. "Die Sichttiefe soll 2 m, muss jedoch mindestens 1 m betragen. Eine Gesundheitsgefahr bedeutet eine mangelnde Sichttiefe nicht, die Unfallgefahr wird aber erhöht. Dass die Anforderungen an die Sichttiefe in den Badeseen des Ostalbkreises meist schwierig einzuhalten sind, liegt an dem Humingehalt (kleinste Pflanzenteile) der Gewässer. Auch anhaltende Trockenzeiten verringern die Sichttiefe, weil der Wasserdurchfluss durch die Seen verringert wird. Schlamm- und Düngemitteleinschwemmungen bei starken Regengüssen haben ähnliche Wirkungen. Wenn Algenwachstum auftritt, "schrumpft" die Sichttiefe öfters bis auf 30 cm, ja sogar 20 cm. Auch anomale Färbungen des Sees, sichtbare Schaumbildung oder Mineralölfilme dürfen die Seenoberflächen nicht verunzieren." Die zuständigen Mitarbeiter des Gesundheitsamtes haben Anfang Mai mit den ersten Beprobungen begonnen. Eine Grenzwertüberschreitung ist bislang in keinem See vorgekommen. Derzeit kann also bedenkenlos gebadet werden.
Die aktuellen Badegewässerbefunde werden - wie in den zurückliegenden Jahren auch - bei jedem Badesee unter http://www.gesundheitsnetz-ostalbkreis.de (Rubrik Gesundheit/Weitere Themen rund um Gesundheit) zusammen mit einer Gewässerbeurteilung des Landesgesundheitsamtes publiziert.
Als Badegewässer ausgewiesen sind die folgenden Seen:
- Bucher Stausee Rainau
- Fischbachsee (Gemarkung Ellwangen)
- Gschwender Badesee
- Haselbachsee Ellenberg
- Häslesee Ellenberg
- Kreßbachsee Ellwangen
- Lorcher Baggersee
- Orrotsee Rosenberg
- Sonnenbachsee Ellwangen
- Westere Unterschneidheim
