Freilichtanlagen am keltischen Fürstensitz Ipf

Der Ipf - ein frühkeltischer Fürstensitz

Groß und mächtig erhebt sich der 668 Meter hohe Ipf am Westrand des Nördlinger Ries. Der bei der Stadt Bopfingen gelegene Zeugenberg des Weißen Jura stellt mit seinen eindrucksvollen Befestigungsanlagen ein bedeutendes Kulturdenkmal dar.

Lange Zeit wurde vermutet, dass der Berg während der älteren Eisenzeit ein keltischer Fürstensitz gewesen sein könnte. Neuere Entdeckungen der Luftbildarchäologie und Ausgrabungen in der Umgebung des Berges haben diese Vermutungen bestätigt.


So wurden zwischen 2000 und 2003 nahe des Weilers Osterholz in der Gemeinde Kirchheim am Ries Großgrabhügel, sog. Fürstengrabhügel, und frühkeltische Hofanlagen mit Nachweisen keltischer Eisenverhüttung entdeckt. Bei den Ausgrabungen konnten mediterrane Importgüter, wie griechische Amphoren, eine griechische Münze und rotfigurige, attische Keramik aus Athen geborgen werden. Diese Funde stellen zusammen mit den Großgrabhügeln eindeutige Belege für Kontakte der frühkeltischen Fürsten am Ipf mit dem mediterranen Raum am Ende des 6. und 5. Jh. v. Chr. dar.

Die Ausgrabungen werden fortgeführt

Mit Hilfe des Förderprogramms LEADER+ der Europäischen Union konnte die Fundstätte zu einer Freilichtanlage ausgebaut werden. Der ausgehobene Grabhügel wurde rekonstruiert und wieder in seine ursprüngliche Form gebracht. Weitere Informationen zur keltischen Geschichte und zur Umgebung des Ipf präsentiert der neu erstellte Pavillon in Form eines keltischen Viereckgebäudes am Ipf-Parkplatz.

In einem gemeinsamen Projekt der Stadt Bopfingen, der Gemeinde Kirchheim am Ries, des Ostalbkreises und des Landesdenkmalamtes Baden-Württemberg werden seit 2003 mit Unterstützung der Gesellschaft für Beschäftigungsförderung gGmbH die im Jahr 2000 begonnenen Ausgrabungen fortgeführt.

Sie können den Flyer mit Wegeplan und ausführlicher Beschreibung herunterladen oder auf unserer Internet-Seite "Broschüren/Produkte" anfordern.