Europäische Krankenversicherungskarte

EU-Bürger, die im Ausland krank werden oder einen Unfall erleiden, können dank der Europäischen Krankenversicherungskarte (EKVK) Zeit, Nerven und Kosten sparen.

Wenn sich z.B. ein Deutscher in Italien einen Arm bricht, kann er die Versicherungskarte vorlegen und wird behandelt. Mit der EKVK wird es für viele europäische Bürger, die jedes Jahr in anderen EU-Land Urlaub machen, auf Geschäftsreisen gehen oder an einem Schüleraustausch teilnehmen, im Krankheitsfall leichter, Zugang zur Gesundheitsversorgung zu bekommen. 185 Millionen Europäische Krankenversicherungskarten sind europaweit im Umlauf, davon 45 Millionen in Deutschland.

Versicherte aus den 27 Mitgliedstaaten, Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz, können über die EKVK bei vorübergehenden Aufenthalten in diesen Ländern Gesundheitsversorgung in Anspruch nehmen. Mit der Karte erhalten sie die gleiche Versorgung des öffentlichen Gesundheitswesens wie die Versicherten des Gastlandes. Wird eine Behandlung in einem Land erforderlich, in dem für die Gesundheitsversorgung eine Direktzahlung zu leisten ist, werden die Kosten dort oder nach der Rückkehr ins eigene Land erstattet. Eine geplante Behandlung hingegen wird nicht von der Europäischen Krankenversicherungskarte abgedeckt, sondern erfordert eine Vorabgenehmigung. Um eine EKVK zu erhalten, muss man in einem EU-Mitgliedstaat, Island, Liechtenstein, Norwegen oder der Schweiz gesetzlich krankenversichert sein. Jedes Land ist selbst dafür zuständig, die Karten auszustellen. Sie wird von den nationalen Versicherungsträgern, in Deutschland den Krankenkassen, ausgegeben.

Wie Sie die Karte in Ihrem Land beantragen können, erfahren Sie unter: http://ec.europa.eu/social/main.jsp?catId=563&langId=de

Europäische Krankenversicherungskarte: Smartphone-App erleichtert reisen
http://ec.europa.eu/social/main.jsp?catId=559